Berlin erleben:
Tagesguide für Berlin

Berlin ist unbedingt eine Reise wert. Es ist unter den europäischen Metropolen vielleicht nicht die schönste oder eindrucksvollste. Wer nach Ästhetik sucht, der fährt besser nach Paris. Allerdings gibt es wohl kaum eine andere europäische Großstadt, die derartig von der Geschichte geprägt wurde und in der man Vergangenheit so unmittelbar erfahren kann, wie in Berlin. Außerdem gehört die deutsche Hauptstadt zu den angesagtesten Städten Europas, vor allem unter jungen Leuten ist sie sehr beliebt. Nirgendwo sonst findet sich etwas für jeden Geschmack derartig dicht bei einander.

Auf welche Attraktionen aber sollten wir uns fokussieren, wenn wir an einem Tag möglichst viel von Berlin sehen möchten? Immerhin hat die Stadt mehr als 3,5 Millionen Einwohner, die sich auf einer großen Fläche verteilen. Alle Highlights auf einmal zu besuchen, ist aus diesem Grund nicht oder nur schwer möglich.

Lass uns nun in das Abenteuer Berlin starten!

Berlin ist als pulsierende Hauptstadt Deutschlands nicht nur für stimmungsvolle Partys bekannt, sondern kann auch im Bereich Sightseeing sehr viel bieten! Angefangen beim deutschen Wahrzeichen schlechthin, dem Brandenburger Tor über den höchsten Fernsehturm Deutschlands bis hin zum neu errichteten Berliner Schloss.

Berlin ist daher auch die erste Wahl für Reisen in einer Gruppe mit Personen unterschiedlicher Vorlieben. Außerdem ist Berlin nicht so teuer wie viele andere Metropolen. Das bedeutet jedoch nicht, dass hier nicht auch gehobene Geschmäcker auf ihre Kosten kommen. Es ist der enorme Facettenreichtum, der letztlich das Geheimnis der Beliebtheit Berlins darstellt.

Die Ankunft in Berlin

Viele Wege führen nach Rom. Dasselbe kann man auch von Berlin sagen. Zu empfehlen ist vor allem die Anreise mit der Bahn.

Entweder von Süden her aus der Richtung München/Leipzig, vom Osten kommend über Frankfurt an der Oder, von Westen her über Hannover oder Magdeburg und von Norden her aus der Richtung Rostock.

Wir erreichen Berlin über den Flughafen Tegel im Norden der Stadt und befinden uns nun im idyllischen Bezirk Reinickendorf.

Die erste Attraktion, die es zu besichtigen gilt, ist die Tempelanlage „Buddhistisches Haus“. Vom Konvertiten und Schriftsteller Paul Dahlke in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts errichtet, handelt es sich dabei um die älteste buddhistische Anlage Europas. Nicht weniger eindrucksvoll ist das weiße Schloss Tegel, in welchem unter anderem Alexander von Humboldt einst residierte. Neben dem Schloss selbst ist sicherlich auch dessen Gartenanlage einen Besuch wert. Der Tegeler See mit seinen 450 Hektar Fläche liegt nur wenige hundert Meter vom Schlosspark entfernt.

Die Klassiker: Sehenswürdigkeiten

Nach dem Besuch von Schloss und See lassen wir Reinickendorf hinter uns und machen uns via U-Bahn auf in den Bezirk Mitte. Hier erwarten uns einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Berlin überhaupt. Zuerst besuchen wir die Siegessäule, welche einst von Preußen als Ausdruck des Sieges im deutsch-dänischen Krieg erbaut wurde.

Was gibt es nun in Berlin zu erleben und was sollte man gesehen haben? Einige bekannte Sehenswürdigkeiten verteilen sich auf ein relativ überschaubares Gebiet im Stadtteil Mitte. Beginnen kann man an der Siegessäule. Sie wurde um 1871 zur Erinnerung an die deutsche Reichseinigung unter Bismarck gebaut. Eine riesige Statue des Reichsgründers steht ganz in der Nähe.

Wir beginnen unseren Spaziergang am Alexanderplatz, der sich im ehemaligen Ostteil der Stadtteil befindet. Anschließend laufen wir in Richtung Brandenburger Tor.

Und ein wenig später …

Im Regierungsviertel Berlins bestaunen wir das Reichstagsgebäude, in dem sich heute das Parlament der Republik, der Bundestag befindet.

Zwei Kilometer weiter östlich gelangt der Reisende zum Brandenburger Tor, ein bekanntes Symbol der deutschen Hauptstadt schon im 19. Jahrhundert. Hier verlief außerdem zu DDR-Zeiten die berüchtigte Berliner Mauer. Ein paar Gehminuten davon entfernt steht der Reichstag, das deutsche Parlament. Das geschichtsträchtige Gebäude sollte man nicht verpassen. Nördlich davon liegt der neue Berliner Hauptbahn, der 2006 eröffnet wurde.

Danach führt uns unsere Tour in den nicht weit entfernten Stadtteil Tiergarten mit dem beeindruckenden Schloss Bellevue. Das von Friedrich dem II. von Preußen errichtete weiße Gebäude gilt bis heute als Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten.

Ganz in der Nähe findet man auch das Naturkundemuseum, wo man die Skelette eines Tyrannosaurus und eines gigantischen Brachiosaurus bestaunen kann. Ein weiterer Anziehungspunkt liegt nur zwei Bahnstationen weiter östlich im Bereich Friedrichstraße-Alexanderplatz. Hier befindet sich der berühmte Fernsehturm. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt, allerdings ist der Andrang stets groß. Ebenfalls sehenswert ist der Berliner Dom mit der benachbarten Museumsinsel.

Erleben und Genießen: Shopping und Kultur

Wir verlassen den Bezirk Mitte in Richtung Westen und erreichen Charlottenburg-Wilmersdorf. Der dort befindliche Kurfürstendamm war im früheren Westberlin so etwas wie das kulturelle Zentrum der Stadt und ist es für viele Berliner bis heute geblieben. Die große Anzahl an Geschäften lädt zum Shoppen ein!

Möchte der Berlin-Besucher stattdessen eine Shopping-Tour machen oder ein Kino besuchen, so gibt es hier drei empfehlenswerte Adressen. Zum einen wäre da der Potsdamer Platz. Er ist relativ neu. Früher befand sich hier die Berliner Mauer. Heute gibt es hier viele Geschäfte und einen großen Kino-Komplex im Sony-Center. Dort kann man nicht nur Filme auf einer riesigen Leinwand genießen, für ausländische Touristen gibt es auch Filmvorführungen in anderen Sprachen. Ebenfalls beliebt ist der Bereich um den Bahnhof Zoo mit dem Kurfürstendamm. Hier gibt es teure Läden, alternative Kinos, Ausstellungen und andere Möglichkeiten zur kulturellen Beschäftigung. Sehr beliebt ist auch der Alexanderplatz. Hier gibt es die riesige Einkaufspassage Alexa.

Essen gehen am Abend

Müde nach der heutigen Reise benötigen wir etwas gegen unseren leeren Magen. Fast wie eingeladen, können wir in einem der zahlreichen Imbisse eine Original Berliner Currywurst essen!

Wenn der Abend naht und der Magen zu knurren beginnt, begibt sich der Reisende am besten in den Stadtteil Prenzlauer Berg oder Friedrichshain, insbesondere in das Dreieck zwischen dem Alexanderplatz, dem Ostkreuz und der Bornholmer Straße. Restaurants mit Speisen aus aller Welt, Cocktailbars und Themenkneipen gibt es hier an jeder Ecke. Egal ob man indisch, russisch, asiatisch oder afrikanisch essen möchte oder sich einfach nur die Berliner Bulette mit Kartoffelsalat reichen lassen will, die passende Gelegenheit ist schnell gefunden. Außerdem sind die Preise in diesem Stadtteil vergleichsweise günstig. Wer spontan sein will, der steigt einfach am Ostkreuz aus und wandert dann zu Fuß Richtung Nordwesten.

Abschließend verlassen wir die zentralen Stadtteile der deutschen Hauptstadt in Richtung Südwesten und damit nach Steglitz-Zehlendorf. Das dort befindliche Strandbad Wannsee ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und liefert an heißen Tagen die dringend benötigte Abkühlung.

Hier können wir uns von den Strapazen des Tages bei einem kühlen Flaschenbier erholen und gleichzeitig auf den Sonnenuntergang warten, der am See besonders schön anzusehen ist. Ein Tag voller Berliner Highlights geht an diesem besonderen Ort entspannt zu Ende.

Wer sich nach diesem anstrengenden Sightseeing ein wenig ausruhen möchte, der hat dazu vielfältige Möglichkeiten. Der Reisenden kann einen Ausflug an den Wannsee oder Müggelsee machen und sich bei schönem Wetter an den Strand legen. Oder eines der zahlreichen Spas in der Hauptstadt aufsuchen. Naturliebhaber kommen im botanischen Garten im Stadtteil Dahlem oder in den Gärten der Welt in Marzahn auf ihre Kosten.

Party

Wer anschließend noch Lust hat zu feiern bis in die Nacht, der kann gleich in der Umgebung bleiben. Vor allem ist die Kulturbrauerei zu empfehlen. Hier gibt es Clubs und Diskotheken. Außerdem gibt es in Friedrichshain entlang des Spree-Ufers zahlreiche Electro-Clubs und Indie-Rock-Clubs, auch Black Music Partys finden regelmäßig statt. Pulsierendes Nachtleben findet sich auch bei den Hackeschen Höfen, in der Oranienburger Straße und rund um den Osthafen.


Übernachten

Wer in Berlin übernachten möchte, der findet schnell eine Gelegenheit für jeden Geldbeutel. Gute Qualität zu günstigen Preisen bieten zum Beispiel die Ketten A&O, Motel One, Acama, Pegasus und Ibis, Pensionen und Ferienwohnung gibt es unzählige. Wer sparen möchte, der sucht lieber in den Randbezirken eine Bleibe, mit der S-Bahn sind es ohnehin nur ein paar Minuten in die Stadt. Gehobenen Ansprüchen werden dagegen das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz, das Waldorf-Astoria am Zoo oder die Hotels Marriott, Adlon und Grand Hyatt gerecht.

Anreise und Verkehr

Der Nahverkehr in Berlin ist außerordentlich gut ausgebaut. Es gibt hier den Bus und auch die Straßenbahn, außerdem ein U-Bahn-Netz, die S-Bahn (Stadtbahn) und die Regionalbahnen, zu erkennen an der roten Farbe. Vor allem die S-Bahn ist als Verkehrsmittel beliebt, sie fährt alle paar Minuten und durchquert die Stadt in weniger als einer dreiviertel Stunde. Gerade in den Nachtstunden sind jedoch die Regionalzüge besser kontrolliert und sicherer. Der Nahverkehr in Berlin ist zudem unschlagbar günstig. Für nur 2,80 Euro kann man in der Innenstadt volle zwei Stunden nach Belieben fahren. Eine Tageskarte für den Großraum Berlin (inkl. Potsdam) kostet nur 7,70 Euro. Noch günstiger reist man in der Gruppe, für fünf Personen werden knapp 21 Euro fällig, außerdem gilt das Ticket bis 3 Uhr nachts.

Für das Autofahren in Berlin braucht man tagsüber starke Nerven, auch wenn der Verkehr nie so chaotisch ist wie in Paris oder Rom. Abends ist der Verkehr dagegen entspannt. Dennoch empfiehlt es sich bei der Anreise mit dem Auto, dieses an einem der großen S-Bahnhöfe abzustellen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind letztlich schneller und günstiger.

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|| Last change: 26-05-2018
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