Capoeira am Campus: Fitness, Spaß und Freunde

Du bist sportlich und möchtest neue Bekanntschaften schließen? Dann bringst du schon mal eine wichtige Voraussetzung mit. Denn Bewegung macht glücklich und verbindet.

Fit bleiben und Spaß haben mit Capoeira

Was ist Capoeira?

Probiere doch mal Capoeira aus. Hierbei handelt es sich um einen von brasilianischen Sklaven erfundenen Kampfsport. Bestimmt kennst du die ein oder andere Filmszene, in der zwei Wettstreiter innnerhalb eines Menschenkreises, der sogenannten Roda, akrobatische Duelle ausfechten. Mit einem Radschlag begeben sich die Kämpfer in die Mitte, während die übrigen Zuschauer mit Musikinstrumenten und Händeklatschen den Rhythmus vorgeben, nach denen sich ihre Bewegungen richten.

Ein solcher Zweikampf dauert höchstens eine Minute. Ersteinmal hört sich das nicht besonders lange an, aber nachdem du an einem Capoeiraduell teilgenommen hast, wirst du ziemlich außer Atem sein.

Wie wird trainiert?

Dieser Kampfsport erfordert nämlich gute Körperbeherrschung, Ausdauer und Muskelkraft. Das ist nicht verwunderlich, wenn du bedenkst, dass die Sportler lediglich mit Füßen, Händen und dem Kopf Bodenkontakt haben. Dabei sehen die Bewegungen geübter Capoeirakämpfer immer so leichtfüßig und geschmeidig aus. Mit etwas Training wirst du dir jedoch schnell den Ginga aneignen. Ginga beschreibt einen federnden Grundschritt des Kampfes, der die Basis der Sportart bildet. Dabei ziehst du beide Beine abwechselnd vor und zurück. Wenn du die Beinbewegungen beherrscht, kannst du dich auf deine Arme und deinen Oberkörper konzentrieren.

Die Capoeira beruht auf dem Wechsel von Angriff und Ausweichen. Die Attacke deines Gegners zu blocken, ist verboten. Stattdessen gilt es ihn zu täuschen. Die brasilianischen Sklaven tauften dieses Manöver Malicia. Am Ende gewinnt derjenige, dessen Malicia am elegantesten aussah. Den Sieger küren Capoeirakämpfer also nach einer subjektiven Entscheidung. Je nach Leistungsstand darfst du verschiedenfarbene Gürtel tragen. Vielleicht kennst du dieses Verfahren vom Judo oder Taekwondo. Es gibt zwei unterschiedlich Arten des Capoeira. Beim Capoeira Angola sind die Bewegungen etwas langsamer. Trotzdem kommst du ins Schwitzen, denn der Kampf ist sehr bodennah. Der modernere Capoeira Regional bindet auch andere Kampfkünste ein. Probiere einfach aus, welcher Stil dir mehr Freude bereitet.

Spaß, Freude und Selbstvertrauen stehen im Vordergrund

Im Grunde genommen geht es auch nicht darum, die Bewegungen perfekt umzusetzen. Die Sportart besitzt nämlich keine festen Regeln. Diese werden allein von den Teilnehmern bestimmt. Mit Ausnahme einer Voraussetzung: Ein Capoeirakampf geschieht ohne jeglichen Körperkontakt. Ziel ist es nicht, den Gegner zu verletzen, sondern Spaß in der Gemeinschaft zu haben.

Obwohl es sich um einen Kampfsport handelt, gleicht es eher einem Spiel, bei dem ein Gemeinschaftsgefühl entsteht. Der Name Capoeira ist auf einen kleinen Vogel zurück zu führen, der mit temperamentvollen Tänzen seine Mitstreiter vertreibt. Unter diesem Aspekt sieht man den Kampf aus einer ganz anderen Sicht.

Ginga bedeutet übrigens Lebensfreude und trifft die Absicht des Sports somit exakt. Im Vordergrund steht der Tanz, das Ausleben seiner Gefühle mit Bewegung und natürlich die Gemeinschaft. Die Musik vertreibt deine Sorgen, das Klatschen der Roda wird dich mitreißen. Nach kurzer Zeit wirst du deine Scheu verlieren, auch wenn du noch niemanden aus der Gruppe kennst.

Vielleicht traust du dich sogar, angetrieben von der Euphorie, gleich in die Mitte des Kreises. Auf jeden Fall wirst du Anerkennung und Selbstbewusstsein ernten, ganz gleich, ob du als Verlierer oder Gewinner aus der Roda trittst. Behalte stets im Hinterkopf, dass die Capoeira nicht darauf abzielt, seine Stärke zu demonstrieren, sondern das der Kampf wie beim Tanzen ein Geben und Nehmen der Partner ist. Du musst deine Bewegungen denen deines Gegners anpassen und auf ihn eingehen, damit euer Tanz harmonisch aussieht.

Insbesondere müsst ihr euch auch nach dem Rhythmus der Instrumente richten. Besonders als Anfänger fällt es leicht, Kontakte zu knüpfen.

Bitte jemanden, dir den Ginga beizubringen, oder mache einem begabten Sportler ein Kompliment. Die vertraute Stimmung wird dir gefallen und ganz nebenbei hältst du deinen Körper fit.

Allgemeines

Studieren in Deutschland
Interessante Themen
Zum Studium bewerben

Leben als Student

|| Last change: 26-05-2018
Published: