Freunde finden während des Studiums in Deutschland

Freunde finden ist gar nicht so schwer, wenn man entspannt, ehrlich und offen ist.  Auch wenn die deutsche Sprache nicht einfach ist, hast du als Student meistens sehr viel Glück — denn deutsche Studenten sprechen auch häufig Englisch.

Ist man neu in einem Land, hat man häufig keine Freunde am Anfang und fühlt sich einsam. Umso wichtiger ist es den Mut zu haben, sich unter die Leute zu mischen, an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen und interessante Orte aufzusuchen.

Freunde finden: So findest du Freunde in Deutschland

Wer nicht in der Heimatstadt studiert oder seine Ausbildung macht, hat’s manchmal nicht leicht: Von heute auf morgen ist man in einer komplett neuen Umgebung, muss sich eine Wohnung suchen, die Uni oder die Arbeitskollegen kennen lernen, vielleicht noch einen Nebenjob suchen… und sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Gar nicht so einfach, was? Aber keine Sorge, mit unseren Tipps geht das ganz leicht!

So lernst du neue Leute kennen

Neue Leute kennenlernen ist für viele noch einfachste Schritt. Manchmal kann das aber schwierig sein: zum Beispiel, weil du nicht gerne feiern gehst oder eher Hobbys hast, die man alleine ausübt.

Eine Option ist, dass du dir einfach einmal etwas suchst, was dir sinnvoll erscheint – Sport machen, zum Beispiel. Vielleicht hast du überhaupt keine Lust darauf, aber das geht anderen Leuten genauso. Ein erster Anknüpfungspunkt ist schon gefunden! Und wenn du darüber mit einem Menschen in deinem Kurs ins Gespräch kommst und ihr danach nie wieder zum Sport geht, sondern lieber gemeinsam ein Bier trinkt… hast du dein Ziel doch schon erreicht!

Woher weiß ich, ob der andere Interesse an einer Freundschaft hat?

Im Prinzip wirst du das schnell daran merken, ob der andere „mitzieht“ oder nicht. Normalerweise wird der andere auch immer mal einen Vorschlag machen, was man unternehmen kann. Geht die Initiative immer nur von dir aus, besteht vermutlich kein Interesse, den Kontakt zu intensivieren. Was ja nicht schlimm ist – es gibt so viele andere Menschen! Und nicht immer passt es halt für beide Seiten.

So öffnest du dich nach außen

Beim Kennenlernen von Menschen und dem Sich-Öffnen gibt es eigentlich nur eine Sache zu beachten: Finde den Goldenen Mittelweg! Konkret bedeutet das ungefähr: Du erzählst deinen neuen Bekannten weder als erstes von deinen Verdauungsproblemen noch von deiner schweren Kindheit. Aber du sagst auch nicht die ganze Zeit zu allem, was dein Gegenüber sagt, bloß: „Ah… okay…“, ohne etwas von dir preiszugeben. Eigentlich gar nicht so schwer, oder?

Mal ohne Witz: Du solltest einfach eine gute Mischung zwischen Zuhören und Erzählen finden. Zeige, dass dich interessiert, was deine neuen Bekannten mögen, was sie tun und was sie bewegt. Erzähle aber auch mal was von dir – am besten, du fängst bei harmlosen Erlebnissen an, berichtest von deinen Hobbys… sehr private Themen lässt du erst einmal außen vor. Zwischenmenschliche Beziehungen wachsen und das Wichtige ist, dass du ein Gefühl dafür entwickelst, wo du mit deinem Gegenüber gerade stehst. Was uns zum nächsten Punkt führt!

Zu vieles Nachdenken schadet nur …manchmal

Überlege am besten nicht so viel, wo du „Freunde herbekommst“. Freunde finden ist ja nicht wie Shopping – man findet sie einfach, wenn man aktiv durch das Leben geht. Also sei aktiv, unternimm‘ etwas, aber nicht mit dem Ziel, unbedingt Freunde finden zu wollen. Das stresst dich nur – und dein Gegenüber merkt es vielleicht und ist auch gleich viel angespannter. Bleib‘ also locker, dann findet sich das schon!

Der erste Kontakt ist geknüpft – und nun?

Wie schon gerade gesagt: Eine Freundschaft braucht Zeit, um sich zu entwickeln. Ihr müsst erst einmal ein Gefühl dafür entwickeln, wer der jeweils andere ist und wie er tickt. So findest du auch langsam heraus, was ihr gemeinsam habt, wo ihr ganz unterschiedlich seid, worüber ihr miteinander reden könnt und worüber eher nicht.
Du musst nicht denken, dass ihr alles miteinander teilen müsst, nur, weil ihr Freunde seid. Klar gibt es solche Freundschaften. Aber in der Regel teilen wir mit allen Menschen nur einen Teil unseres Lebens. Und das ist auch okay so.

Nun möchtest du vielleicht den Kontakt intensivieren – wie aber stellst du das an? Das Problem: dafür gibt es eigentlich keine goldene Regel. Es ist ein Erspüren des richtigen Moments, zum Beispiel um vorzuschlagen, dass man gemeinsam etwas unternimmt, einen Kaffee trinkt, zu einer bestimmten Feier oder auch ins Museum geht.
Was genau das Richtige zu einem bestimmten Zeitpunkt ist, kann man nie für alle Menschen allgemeingültig beantworten. Es kommt ja immer darauf an, wo du jemanden kennengelernt hast, wofür ihr euch interessiert und wie die Dynamik zwischen euch ist.

Generell kann man sagen: Wenn du möchtest, dass es ein engeres freundschaftliches Verhältnis wird, solltest du deine Bekannten an irgendeinem Punkt auch einmal zu dir nach Hause einladen. Wenn man einander zu Hause besucht, ist das immer schon ein Zeichen dafür, dass es sich um ein engeres Verhältnis handelt oder dass man möchte, dass sich ein solches entwickelt.

Und der wertvollste Ratschlag:

… auch wenn es dir vielleicht anfangs etwas schwerfällt dich zu öffnen und die richtige Wellenlänge zu finden, versuche an vielen gemeinsamen Aktivitäten in deinem studentischen Umfeld teilzunehmen!

Geht gemeinsam auf Partys, macht eine Reise, kocht gemeinsam oder macht auch die einfachen Dinge gemeinsam, z.B. lernen und Sport treiben.

Shortlist: Do’s und Dont’s beim Kennenlernen

Wichtigste Tipps zum erfolgreichen Dialog mit Freunden

Wie gesagt: Das ultimative Regelwerk zum Freunde finden gibt es nicht. Es geht immer darum, sich ein wenig auf den anderen einzulassen, und zu schauen, was gerade passt. Empathie und Einfühlungsvermögen sind also das wichtigste Handwerkszeug!

Nichts desto trotz hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Dos und Don’ts in Sachen „Freunde finden“:

  • Lüfte nicht gleich deine dunkelsten Geheimnisse. Sich öffnen gehört zum Freundschaften knüpfen dazu, ja. Aber übertreib es anfangs nicht.
  • Stelle am Anfang nicht zu intime Fragen.
  • Sei ein aufmerksamer Zuhörer. Schaue deine Bekannten an, während sie sprechen und reagiere auf das, was sie sagen.
  • Sprich nicht nur von dir, gehe auch auf das ein, was dein Gegenüber sagt.
  • Sei aufmerksam für Körpersprache – versuche zu verstehen, was den anderen bewegt und was er fühlt, auch wenn er es nicht ausspricht. So kannst du dich besser auf dein Gegenüber einstellen.

Wenn du diese 5 Tipps beherzigst und einfach nicht so angestrengt nach Freunden suchst, sondern ganz entspannt daran gehst, wirst du ganz sicher schnell neue Leute kennen lernen!

Kein Kreuzverhör, bitte

Eine neue Bekanntschaft ist kein Verhörraum und der oder die Bekannten keine Verdächtigen. Nichts ist so tödlich wie jemanden beim ersten oder zweiten Treffen mit privaten Fragen zu bedrängen. Zu solchen Fragen gehören zum Beispiel:

  • Willst du eigentlich Kinder? Warum(nicht)?
  • Hast du einen Freund/eine Freundin?
  • Wie lange bist du schon Single? Warum?

Wenn dir dein Gegenüber dazu etwas sagen möchte, wird er oder sie das schon tun. Aber nicht unbedingt beim ersten Zusammentreffen. Insbesondere die Warum-Fragen bringen den anderen unter Umständen in große Verlegenheit, weil er sich vor jemandem, den er kaum kennt, scheinbar rechtfertigen muss.

Auch, wenn du vielleicht tatsächlich einfach bloß aus Neugier fragst – das ist für dein Gegenüber echt unangenehm. Vielleicht kommt dir dieser Hinweis auch etwas seltsam vor – aber leider ist das tatsächlich ein häufig begangener Fehler.

Allgemeines

Studieren in Deutschland
Interessante Themen
Zum Studium bewerben

Leben als Student

|| Last change: 26-05-2018
Published: