Kriterien bei der Wahl der Hochschule in Deutschland

Die perfekte Wahl für die richtige Hochschule zu treffen ist gar nicht einfach. Erst recht, weil die Zahl der Studiengänge sehr groß ist und du Deutschland noch nie lange genug besucht hast, um dir ein Bild gemacht zu haben.

Zu studieren ist meist eine gute Entscheidung. Eine große Zahl von Möglichkeiten, ein fast unendliches Studienangebot und motivierende Beschreibungen von Schwerpunkten ermöglichen es eine gute Wahl zu treffen. Es entscheiden jedoch auch weitere Faktoren darüber, was du für wichtig erachtest bei der Wahl deines Studiums.

Fakten über das Studium in Deutschland

  • Eine große Auswahl an Studiengängen
  • Sehr niedrige Beiträge an Universitäten, Fachhochschulen und Akademien
  • Gute berufliche Perspektiven
FAQ: Kann ich in Deutschland in englischer Sprache studieren?

Wie viele Hochschulen gibt es in Deutschland

In Deutschland gibt es über 400 Hochschulen, darunter sind

  • mehr als 200 Fachhochschulen
  • mehr als 100 Universitäten
  • ca. 50 Kunsthochschulen
  • ca. 30 Verwaltungsfachhochschulen
  • ca. 15 theologische Hochschulen
  • und 6 pädagogische Hochschulen

So, viel Spaß bei der Auswahl! 🙂 Vieles hängt nun von deinen Wünschen ab!

Sicherlich kannst du schon einige Einschränkungen machen, was deine Vorlieben betrifft. Auch wirst du wahrscheinlich regionale Präferenzen haben, sodass sich deine Wahl auf eine ein- bis zweistellige Anzahl an Hochschulen verkleinern lässt, für die du dich in erster Linie entscheiden würdest.

Kriterien bei der Wahl der Hochschule in Deutschland

Karriereorientierte Entscheidungskriterien

Welche Gründe spielen eine Rolle bei der Wahl der richtigen Hochschule?

Wem es bei der Wahl des Studiums in erster Linie um Sicherheit und Karriere geht, hat oftmals Interessen an einem Studium mit besonders großen Chancen, um einen guten Job zu erhalten.

1. Das Interesse am Studium

Von großer Bedeutung ist die Verfügbarkeit eines attraktiven Studienangebots an der gewünschten Hochschule.

Zunächst einmal sollte bekannt sein, welches Studium angestrebt wird. Da sich ein Studium in viele Teilabschnitte gliedert und häufig interdisziplinäre Schwerpunkt aufweist, müssen Studiengänge mit demselben Namen nicht von Hochschule zu Hochschule dasselbe Wissen vermitteln. Diese Unterschiede sind auch beabsichtigt! Das bedeutet für die angehenden Studenten aber auch eine große Sicherheit zugleich, da sie folglich nicht im direkten Wettbewerb zueinander stehen und für verschiedene Themen eine unterschiedlich gut vorbereitet sind.

Zum Vergleich des Studiums zwischen Hochschulen ist es wünschenswert einen Plan von den angebotenen Kursen zu haben. So kann man sich zur Vorbereitung mit den Schwerpunkten genauer befassen und entsprechend den eigenen Vorstellungen studieren.

Allzu schwer sollte man es sich bei der Wahl aber dennoch nicht machen. Viele Hochschulen setzen auch voraus, dass zum Erreichen eines Abschlusses, eine gewisse Anzahl an Wahlpflichtfächern besucht wird. So kann sich ein Student einen Schwerpunkt nach eigenen Vorlieben setzen.

2. Die Chance für einen Arbeitsplatz

Die gute Nachricht zuerst: Ein Studium erhöht (fast) immer deine Chancen auf einen Arbeitsplatz, egal wo. Mit einem Studium in Deutschland beweist du, dass du mit den hohen Anforderungen des wissenschaftlichen Arbeitens sehr gut zu Recht kommst. Diese Tatsache macht deutsche Studenten für multinationale und internationale Unternehmen besonders attraktiv.

Die zweite gute Nachricht: Das Studium hat überall in Deutschland eine sehr hohe Qualität. Innovationen werden in Deutschland in der Regel von spezialisierten Instituten vorangetrieben. Dies setzt aber voraus, dass Studenten, die an einem dieser Institute forschen wollen, ein hohes Maß an Leistung im Studium erbringen müssen. Daher liegt es im Interesse von Hochschulen für eine hohe Qualität beizutragen und Studenten für die Zukunft vorzubereiten.

3. Vernetzung zur Forschung

Besonders wenn eine Karriere in Mathematik, im Ingenieurwesen, in Naturwissenschaften oder in technischen Bereichen (MINT) angestrebt wird, ist eine hohe Vernetzung des Studiums mit jeweils praktischem Einsatzgebiet und angewandten Schnittstellen sehr wünschenswert. Das Netzwerk unter Studenten, Forschungseinrichtungen und Projekten kann einen hohen Stellenwert im Studium einnehmen.

Langfristig erhöhen solche Netzwerke und Partnerschaften die Chance für einen erfolgreichen Berufseinstieg.

4. Nähe zur Praxis

Einen großen Einfluss auf die passende Wahl der Hochschule hat die eigene Vorliebe für einen bestimmten Lernstil. Zuerst muss man nämlich wissen, dass es in Deutschland verschiedene Hochschularten unterschieden wird.

Zwar herrscht in Deutschland ein gewisser Streit zwischen Studenten, ob Universitätsstudenten oder Studenten von Fachhochschulen die klügeren Leute an ihrer Hochschule hätten. Doch ist dieser Streit eher als ein Scherz zu sehen.

Viele angehende Studenten sind sehr zufrieden damit, eine Fachhochschule zu wählen. Gerade Fachhochschulstudenten sind tatsächlich bei Arbeitgebern sehr beliebt. Auch macht den Studenten selbst das Studium an einer Fachhochschule sehr viel Spaß.

Universitäten haben in der Regel das Ziel sehr nah zur Forschung zu unterrichten. Das erkennt man schon häufig daran, dass der Unterricht sehr theorielastig ist. Auch erhält man mit einem Masterabschluss die Möglichkeit, ohne Umwege zu promovieren.

Kleine Auswahl an Hochschulformen in Deutschland

    • Universitäten

      An Universitäten erhältst du die Möglichkeit in der Nähe zur Forschung zu studieren. Das bedeutet, du bist mit einem Abschluss besonders universal in deinem Fach gebildet. Du kannst sowohl eine Karriere in Unternehmen als auch in Forschungseinrichtungen annehmen.

    • Fachhochschulen

      Fachhochschulen bilden besonders praxisnah aus. Du wirst mit viele Beispiele aus der Praxis sehen und so genau wissen, wie du dein Wissen zur Lösung von Problemen einsetzen können wirst. Der Einsatz deiner Fähigkeiten wird dir in Unternehmen besonders einfach fallen. Dennoch finden sich auch Fachhochschulabsolventen in Forschungseinrichtungen. Nur wird der Schritt in die Forschung möglicherweise schwerer fallen

    • Kunsthochschulen und Akademien

      Kunsthochschulen und Kunstakademien haben ihren Schwerpunkt in der bildenden Kunst. Dazu gehören Musikwissenschaften, Kunstwissenschaften, Film- und Theater sowie Design. Besonders für Design (Produktdesign, Filmanimationen, Spiele- und Gamedesign, etc.) scheint es einen neuen Trend zu geben.

 

Deine persönliche Situation

Private Entscheidungskriterien

Diese Entscheidungskriterien sind hierbei beispielsweise Gründe, welche dir dein Studium besonders erleichtern oder eine Entscheidung besonders attraktiv machen.

5. Verfügbarkeit und Preise von Wohnungen in Hochschulnähe

Pragmatisch denken muss man auch: Kann ich mir eine Wohnung in Hochschulnähe leisten?

Hilfreich ist es sich frühzeitig um einen Platz in einem Wohnheim zu bewerben. Die Studentenwerke helfen gerne einen Wohnheimplatz zu organisieren. Bewirbt sich eine ausreichend große Zahl an Studenten frühzeitig um einen Wohnheimplatz, besteht für das Studentenwerk deiner Hochschule oftmals die Möglichkeit, leerstehende Wohnungen zu mieten und für ankommende Studenten anzumieten und sogar ein leerstehendes Gebäude komplett zu mieten. Okay, dies geschieht nicht sehr häufig.

Daher ist es wichtig zu wissen, ob man sich ein Zimmer in der Nähe zur Hochschule leisten kann. Manche Hochschulstandorte sind auch besonders günstig.

6. Partneruniversitäten deiner Hochschule

Hier wird es spannend! Ist deine Wunschhochschule auch in einer Form mit deinem Heimatland verbunden? Eine Nähe zu deinem Heimatland kann es dir erleichtern Freunde aus deiner eigenen Kultur zu finden. Dann weißt du, dass du nicht alleine bist und es wird dir in stressigen Zeiten einfacher fallen, du selbst zu bleiben. Freunde können dir wertvollen Rückhalt für dein Studium geben.

7. Hochschule: Privat oder öffentlich?

Öffentliche Hochschulen

Öffentliche Hochschulen sind immer dann eine gute Wahl, wenn es um maximale Wahlfreiheit bei geringem Budget geht. Wer günstig studieren möchte, ist an einer öffentlichen Hochschule fast immer richtig.

Der wahrscheinlich mit Abstand bedeutendste Grund zum Besuch einer öffentlichen Hochschule sind sicherlich die Kosten. Während man dabei häufig nur 100 bis 500 Euro pro Semester bezahlen muss, sind private Hochschulen meistens sehr viel teurer.

Oftmals müssen Studenten im Laufe ihres Studiums auch einen Kurs nach ihrer eigenen Wahl besuchen. Öffentliche Hochschulen bieten auch eine besonders hohe Flexibilität für Studenten an. Denn da meist eine sehr großes Spektrum verschiedener Disziplinen zum Studium angeboten wird, haben Studenten hier eine sehr große Auswahl.

Private Hochschulen

Ja, es gibt sie! Private Universitäten! Wer besonders schnell studieren möchte, findet aufgrund der Organisation privater Hochschulen ein sehr gutes Umfeld, um das Studium schnell abschließen zu können.

Wer seine Wahl schon definitiv getroffen hat, strebt in der Regel einem ganz bestimmten Berufswunsch entgegen und kennt die Vor- und Nachteile durch langes Warten oder mangelnde Perspektive aufgrund weniger Studienplätze. Dann kann eine private Hochschule eine günstige Alternative bieten.

Doch auch wer bereits einen Job hat, kann an einer privaten Hochschule seine individuellen Ziele erreichen. Es gibt eine Vielzahl befufsbegleitender Studiengänge, die das Studium auch am Wochenende oder am Abend ermöglichen.

8. Wirtschaftliche Situation in der Nähe deiner Hochschule

Das Leben in Deutschland ist nicht sehr billig. Insbesondere die Preise für WG-Zimmer und Einraumwohnungen sind in Deutschland oftmals hoch. Hinzu kommen die Ausgaben für Ernährung, Versicherungen und Freizeit. Um die Kosten zu decken, suchen viele Studenten nach einem Nebenjob. Eine Recherche kann sich manchmal lohnen.

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|| Last change: 26-05-2018
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